News article on Craemer plastic products in a magazine
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22.09.2026

Craemer unterstützt Appell zum Erhalt industrieller Wertschöpfung in Europa

Craemer Lkw bei Demonstration in Brüssel

Ein Craemer Lkw war Teil des „European Convoy for Industrial Competitiveness“, mit dem mehr als 200 Industrievertreter in Brüssel für faire Wettbewerbsbedingungen entlang der gesamten europäischen Wertschöpfungskette demonstrierten. Foto: Craemer Gruppe

Das Stammwerk der Craemer Gruppe in Herzebrock-Clarholz ist einer von vier europäischen Produktionsstandorten des familiengeführten Industrieunternehmens. Foto: Craemer Gruppe

Die Craemer Gruppe hat sich am 7. September 2026 in Brüssel am „European Convoy for Industrial Competitiveness“ beteiligt, einer europäischen Protestaktion für faire Wettbewerbsbedingungen in der Industrie. Die vom Branchenverband Eurometal organisierte Aktion brachte mehr als 200 Vertreter der europäischen Stahlindustrie, des Metallhandels, der Metallverarbeitung, der Logistik und der Fertigungsindustrie zusammen. Mit 15 Lkw und zehn symbolischen Industriesärgen im Europäischen Viertel machten die Beteiligten auf Unternehmen, Arbeitsplätze, Investitionen und Produktionsstandorte aufmerksam, die durch ungleiche Wettbewerbsbedingungen gefährdet sind. Craemer unterstützt damit den gemeinsamen Appell europäischer Unternehmen und Verbände, dass industrielle Wertschöpfung in Europa eine Zukunft haben muss.

Craemer als Stahlverarbeiter unmittelbar betroffen

Als international tätiges Unternehmen der Metallumformung ist Craemer unmittelbar von Energiepreisen, CO₂-Kosten, handelspolitischen Maßnahmen und regulatorischen Vorgaben betroffen. Gleichzeitig steht die Unternehmensgruppe im Wettbewerb mit Herstellern aus Drittstaaten, deren Produkte teilweise unter anderen wirtschaftlichen und klimapolitischen Rahmenbedingungen entstehen.

„Wir verarbeiten Stahl zu anspruchsvollen Komponenten und Baugruppen, unter anderem für die Automobilindustrie. Damit stehen wir genau an der Schnittstelle zwischen der europäischen Stahlindustrie und unseren industriellen Kunden“, erklärt Christoph J. Brandenburg, geschäftsführender Gesellschafter der Craemer Gruppe.

Wettbewerbsfähigkeit der Stahlverarbeiter im Blick

Durch seine Beteiligung an der Brüsseler Aktion macht Craemer darauf aufmerksam, dass europäische Industriepolitik nicht an den Werkstoren der Stahlproduzenten enden darf. Maßnahmen zum Schutz und zur Dekarbonisierung der Stahlerzeugung können nach Auffassung des Unternehmens nur dann nachhaltig wirken, wenn zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der weiterverarbeitenden Betriebe erhalten bleibt.

Craemer unterstützt deshalb die Forderung nach fairen Wettbewerbsbedingungen vom Stahl bis zum fertigen Bauteil. Der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus CBAM und handelspolitische Schutzinstrumente sollten so ausgestaltet werden, dass sie nicht nur die Grundstoffindustrie berücksichtigen, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der nachgelagerten, stahlverarbeitenden Industrie sichern. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass nicht Emissionen reduziert, sondern industrielle Produktion, Investitionen und qualifizierte Arbeitsplätze aus Europa verlagert werden.

Gemeinsamer Appell für europäische Wertschöpfung

Zu den von Craemer mitgetragenen Kernforderungen der Initiative gehören wirksame Maßnahmen gegen nachgelagertes Carbon Leakage, die sachgerechte Einbeziehung stahlintensiver Fertigprodukte in Handels- und Klimaschutzinstrumente sowie eine verbesserte Rückverfolgbarkeit und strengere Herkunftsnachweise.

„Europa braucht eine starke Stahlindustrie. Aber genauso braucht eine starke Stahlindustrie wettbewerbsfähige Unternehmen, die diesen Stahl in Europa weiterverarbeiten“, betont Christoph J. Brandenburg. „Keep Manufacturing in Europe bedeutet für uns vor allem eines: Investitionen, industrielle Kompetenz, Arbeitsplätze und Wertschöpfung langfristig in Europa zu erhalten“, erklärt Brandenburg abschließend.

Über Eurometal

Eurometal ist der europäische Verband des Stahl-, Rohr- und Metallhandels. Der Verband vertritt Unternehmen entlang der gesamten europäischen Stahl- und Metallwertschöpfungskette und setzt sich für wettbewerbsfähige, nachhaltige und widerstandsfähige Industriemärkte in Europa ein.