Das moderne, auf regenerative Energien ausgerichtete Spritzgießwerk auf der Aurea wurde im Februar 2023 eröffnet. Im März 2025 folgte mit dem Spatenstich der Startschuss für die Errichtung der Windenergieanlage. Nun schließt sich der nächste Schritt der Standortentwicklung an: Das rund 250 Meter hohe Windrad produziert seit einigen Wochen Strom und ist auf eine Jahresleistung von rund 14,5 Millionen Kilowattstunden ausgelegt. Mit einer Nennleistung von 6,8 Megawatt kann die Anlage einen Großteil des Energiebedarfs des Spritzgießwerks decken. Die Kunststoffproduktion in Oelde verbraucht jährlich etwa so viel Strom wie rund 4.800 Haushalte. Zeitweise entstehende Überschüsse aus der Windstromproduktion können ins öffentliche Netz eingespeist oder in der rund neun Kilometer nördlich gelegenen Firmenzentrale in Herzebrock-Clarholz genutzt werden.
Industrielle Produktion und nachhaltige Energieversorgung
„Mit der eigenen Windenergieanlage gewinnen wir ein hohes Maß an Planungssicherheit und reduzieren unsere Abhängigkeit von starken Strompreisschwankungen am Energiemarkt“, betonte Geschäftsführer Siegbert Geldner. „Gleichzeitig unterstreichen wir damit unseren Anspruch, industrielle Produktion und nachhaltige Energieversorgung am Standort Deutschland miteinander zu verbinden.“
Gemeinsam mit den geschäftsführenden Gesellschaftern Sebastian P. Brandenburg und Christoph J. Brandenburg sowie dem Prokuristen Ralf Westermann, Leiter Anlagenplanung und -beschaffung, eröffnete er die Veranstaltung und begrüßte Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik aus Oelde, Rheda-Wiedenbrück und Herzebrock-Clarholz, benachbarter Unternehmen sowie Geschäftspartnerinnen und -partner und Mitarbeitende. Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit zu einem Rundgang durch die Produktion, informierten sich über die energieeffiziente Fertigung und ausgestellte Craemer Kunststoffprodukte. Die Produktionshalle beherbergt aktuell fünf Spritzgießmaschinen mit Kapazitäten zwischen 3.200 und 5.500 Tonnen sowie drei Schweißanlagen zur Fertigung von Paletten und Palettenboxen aus hochwertigem Polyethylen. Zudem erzeugt dort ein Extruder hochwertiges Rezyklat aus ausgedienten Craemer Kunststoffprodukten.
Umfassendes Energiekonzept mit Wind und Sonne
Die Windenergieanlage ist Teil eines umfassenden Energiekonzepts. Bereits seit Ende Mai 2025 liefert eine Photovoltaikanlage auf der gesamten Dachfläche der Produktionshalle zusätzlichen Strom. Die Anlage umfasst 2.380 Module mit jeweils 435 Watt Peak und erzielt eine Jahresleistung von rund 800.000 Kilowattstunden. Eine weitere Photovoltaikanlage auf der Freifläche unterhalb des Windrads ist geplant.
Durch die Kombination aus Wind- und Solarenergie schafft Craemer die Voraussetzungen, Kunststoffprodukte zunehmend mit selbst erzeugtem, regenerativem Strom herzustellen. Besonders im Zusammenspiel mit der Eigenproduktion von hochwertigem Kunststoffregenerat aus Altprodukten am Standort Oelde stärkt das Familienunternehmen seinen Kurs in Richtung Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft. Mit der Investition in erneuerbare Energien bekennt sich Craemer langfristig zum Standort und zu einer nachhaltigen industriellen Wertschöpfung in der Region.
Administration: Brocker Straße 1
Logistik, Lieferung, Abholung: Alte Ziegelei 2
33442 Herzebrock-Clarholz