Von 16:30 bis 20:00 Uhr war die über 600 Quadratmeter große Ausbildungswerkstatt an der Brocker Straße 1 geöffnet. Gemeinsam mit ihren Eltern erhielten die Jugendlichen Einblicke in die Ausbildungsangebote des auf Metallumformung, Kunststoffverarbeitung und Werkzeugbau spezialisierten Familienunternehmens.
Ob gewerblich-technisch, IT-orientiert oder kaufmännisch: Ausbilder, Personalverantwortliche und aktuelle Auszubildende standen den Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort. Dabei ging es unter anderem um die Ausbildungsberufe Werkzeugmechaniker/-in, Zerspanungsmechaniker/-in, Mechatroniker/-in, Kunststoff- und Kautschuktechnologe/-technologin, Industriemechaniker/-in, Elektroniker/-in für Betriebstechnik, Fachinformatiker/-in für Systemintegration und Industriekaufmann/-kauffrau sowie um das Duale Studium der Betriebswirtschaftslehre. Personalreferentin Christina Füchtenhans informierte über den Ablauf einer Ausbildung bei Craemer, gab Tipps rund um die Bewerbung und bot einen Bewerbungsmappen-Check an.
Im Mittelpunkt standen zahlreiche Stationen zum Mitmachen und Ausprobieren. Bei „Schrauben-Wirrwarr“, „Scheiben-Pyramide“ und „Blinde Kuh“ konnten die jungen Besucherinnen und Besucher ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen und kleine Preise gewinnen. An der CNC-Fräsmaschine wurde es dann konkreter: Technisch Interessierte erhielten einen ersten Eindruck von der spanenden Bearbeitung und der Programmierung einer Fräsmaschine. Als praktisches Beispiel wurde ein Flaschenöffner graviert, den die Gäste gleich mitnehmen konnten.
An einer Spritzgießmaschine erhielten die Interessierten Einblick in die Fertigung von Miniatur-Mülltonnendeckeln, die anschließend auf kleine Mülltonnen montiert wurden. Mit einem KUKA-Industrieroboter konnten die Gäste Tic-Tac-Toe spielen und erfuhren nebenbei einiges über dessen Funktion und Programmierung. In der Elektrowerkstatt präsentierten die Auszubildenden selbst verdrahtete elektrische Schaltungen.
Wie sehr digitale Technologien inzwischen in der Ausbildung Einzug gehalten haben, wurde am „Soldamatic“-Schweißsimulator deutlich. Mit einer Augmented-Reality-Brille konnten die Jugendlichen gefahrlos erste Schweißversuche unternehmen. An der Station mit dem 3D-Drucker konnten die Gäste eigens für diesen Abend designte Einkaufswagenchips mitnehmen.
Ein besonderes Highlight war das erstmals vorgestellte Spielgerät „Hau den Lukas“, das die Auszubildenden als gemeinsames Projekt selbst konstruiert und zusammengebaut haben. Für eine Pause zwischendurch war ebenfalls gesorgt: Auf der Terrasse konnten sich die Besucher bei Bratwurst und Brötchen stärken.
„Informationsveranstaltungen zur gewerblichen Ausbildung sind wichtiger denn je, damit junge Menschen sich selbst ein Bild von einer technischen Laufbahn machen können. Wir machen die Erfahrung, dass wir aktiv auf Interessierte zugehen müssen, weil Technik an vielen Schulen und auch im Elternhaus als Berufsperspektive nicht immer präsent ist. Dabei bietet eine technische Ausbildung hervorragende Möglichkeiten – und schließlich kann auch nicht jeder Social-Media-Influencer werden“, erklärt Matthias Bartling, der seit vielen Jahren die gewerbliche Ausbildung bei Craemer leitet.
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