14.05.2019

Jubilarehrung mit drei Besonderheiten

Jubilarehrung bei Craemer: (1. Reihe v.l.) Guiseppe Vetere, Karin Eichmann, Sebahattin Bakir, Bernhard Hagenkötter, Zihni Bakir, Seniorchef Dr. Achim Brandenburg, Betriebsratsvorsitzender Ralf Timmer, (2. Reihe v.l.) Hubert Sandfort, Martin Dommasch, Reinhard Klapper, Hubert Schäfer, Thomas Eickholz, die geschäftsführenden Gesellschafter Christoph J. und Sebastian P. Brandenburg und der Geschäftsführer Siegbert Geldner. (Foto: Craemer)

Herzebrock-Clarholz. Die Jubilarehrung hat bei der Paul Craemer GmbH Tradition. Seit Gründung des Unternehmens in 1912 wurden 368 Mitarbeiter für ihre 25-jährige Betriebszugehörigkeit ausgezeichnet, davon 76 für 40 und vier für 50 Jahre – in insgesamt 68 Veranstaltungen. Um die diesjährigen Neuzugänge zu ehren, trafen sich kürzlich rund 150 aktive und ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer über 25-jährigen Betriebszugehörigkeit im firmeneigenen Gemeinschaftshaus. Die Besonderheiten in diesem Jahr: Erstmals wurden die Ehrungen von Vertretern der fünften Generation der Unternehmerfamilie vorgenommen, unter den elf neuen Arbeitsjubilaren ist ein seltener 50er-Jubilar und 40er-Jubilar Nummer 70 ist Seniorchef Dr. Achim Brandenburg. 

Im Mittelpunkt standen zunächst die beiden frischgebackenen 25er-Jubilare Martin Dommasch (Werkzeugbau) und Karin Eichmann (Betriebstechnik). Es folgten die neuen 40er-Jubilare (Gold). Thomas Eickholz und Bernhard Hagenkötter kamen 1979 zu Craemer, um eine Ausbildung zum Betriebsschlosser zu absolvieren. Seit Ausbildungsabschluss arbeitet Eickholz in der Metall-Fertigung, heute als Maschinenführer; Hagenkötter ist als Betriebsschlosser für die Wartung des Kunststoffspritzgießmaschinenparks verantwortlich sowie für die Luft- und Wasserversorgung des gesamten Unternehmens. Hubert Sandfort erlernte bei Craemer den Beruf des Werkzeugmechanikers. Bevor er im Frühjahr 2019 in die Materialausgabe wechselte, war er als Fräser im Werkzeugbau beschäftigt. Zihni Bakir und sein jüngerer Bruder Sebahattin kamen ebenfalls 1979 zu Craemer. Während der Ältere die ersten drei Jahrzehnte in der Metall-Fertigung tätig war und dann an die Schweißanlage wechselte, war der jüngere durchgehend als Schweißer im Einsatz. Giuseppe Vetere arbeitet seit seinem Eintritt vor 40 Jahren in der Kunststofffertigung, seit 2000 als Schichtführer, und befasst sich seit fünf Jahren mit Produktionsautomatisierung. Der gelernte Industriekaufmann Reinhard Klapper kam 1979 zu Craemer in die Finanzbuchhaltung und EDV. In den 90er-Jahren wechselte er für zwei Jahre zur damaligen Tochtergesellschaft nach Borgholzhausen. Seit 2012 wurde ihm die Leitung der Konzernfinanzen übertragen und Prokura erteilt.

Dann galt aller Aufmerksamkeit dem seltenen 50er-Jubilar. Hubert Schäfer kam 1969 zu Craemer, erlernte den Beruf des Werkzeugmechanikers und war nach Ausbildungsabschluss gut drei Jahrzehnte im Werkzeugbau tätig. Dort fertigte er sowohl Zieh-, Folge- und Transferwerkzeuge für die Metallumformung als auch Formen für die Kunststoffverarbeitung. 2001 wechselte er in die Kunststoff-Konstruktionsabteilung, der er heute als Leiter vorsteht.

Die Ehrung ihres Vater Dr. Achim Brandenburg, Seniorchef und Goldjubilar Nummer 70, hoben sich die geschäftsführenden Gesellschafter Sebastian und Christoph Brandenburg bis zum Schluss auf. In einem Rückblick bis in die 50er-Jahre veranschaulichten die beiden jungen Chefs, dass ihr Vater bereits in sehr jungen Jahren im Unternehmen eingebunden gewesen war. Er habe für Craemer stets vollen Einsatz gezeigt und ohne ihn stünden sie heute nicht hier. Das gelte auch für ihre Mutter Barbara Brandenburg, an die sie ebenfalls ein Wort des Dankes richteten. Im Anschluss würdigte der Geschäftsführer Siegbert Geldner den Jubilar und schilderte gemeinsame Erlebnisse und persönliche Eindrücke, die er während seiner 27-jährigen Betriebszughörigkeit gesammelt hatte. Achim Brandenburg studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln. Nach seinem Examen 1975 war er beim Institut für Mittelstandsförderung in Köln beschäftigt und promovierte zum Dr. rer. pol. Am 1. Juli 1979 trat er in das elterliche Unternehmen ein, zunächst in den Kunststoff-Vertrieb. Im Herbst desselben Jahres übernahm er die Leitung der Abteilung und erhielt Prokura. Am 15. Juli 1982 wurde er als Geschäftsführender Gesellschafter eingetragen.

Die beiden jungen Brandenburgs dankten allen Jubilaren für ihre Treue zum Unternehmen, verliehen Nadeln aus Edelmetall und übergaben die Urkunden der Industrie- und Handelskammer. Im Anschluss übermittelte der Betriebsratsvorsitzende Ralf Timmer die Glückwünsche der Belegschaft. Der Craemer-Chor unter der Leitung von Christiane Peters gratulierte mit Gesang.