Frühjahrskonzert des Craemer-Chors

Eine mehr als 80-köpfige Chorgemeinschaft begeisterte mit dem Tenor Volker Bengl und dem Nordwestdeutschen Hornquartett die Zuhörer in der Hans-Joachim-Brandenburg-Halle.

Blumen gab es zum Dank für den Startenor Volker Bengl.

Zuhörer erklatschen sich vier Zugaben

. „Ade zur guten Nacht, jetzt wird der Schluss gemacht“: Dieses Volkslied bildete den Schlusspunkt beim Frühjahrskonzert des Craemer-Chors. Zu den Mitwirkenden zählten auch Startenor Volker Bengl, das Nordwestdeutsche Hornquartett und die Männerchöre „Concordia-Herzebrock“ und „Eintracht-Clarholz“ Vier Zugaben waren notwendig, um die 600 Zuhörer am Samstag in der Hans-Joachim-Brandenburg-Halle zufriedenzustellen<

Sie waren von Dr. Achim Brandenburg, Geschäftsführender Gesellschafter bei Craemer, begrüßt worden. Zum zweiten Mal in seiner 23-jährigen Geschichte stand der Craemer-Chor mit den Männerchören aus Herzebrock und Clarholz unter der Gesamtleitung von Norbert Henzel mit namhaften Musikern gemeinsam bei einem großen Benefizkonzert auf der Bühne. Petra Angele führte als charmante Moderatorin durch den Abend.

 

Die erste Hälfte des Programms war lyrisch-romantisch geprägt mit Volksweisen und Werken von Franz Schubert, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Johannes Brahms. Björn Andresen, Iris Cremona, Michael Koch und Ute Zöllner, Mitglieder des Nordwestdeutschen Hornquartetts, sorgten mit dem „Rondino à la chasse“ von Franz Strauss für den schwungvollen Auftakt. Mit „Frühlingsglaube“ von Franz Schubert zog Volker Bengl, begleitet von Manfred Neumann am Flügel, die Zuhörer in seinen Bann. Was in den Chören steckt, zeigte sich bei „Nachtgesang im Walde“ von Franz Schubert. Jens Hamer begleitete die Chöre am Flügel.

Geld für Afrika

Im zweiten Programmteil kreisten die Themen um Frühling, Natur und Liebe mit Werken aus Operette und Film. Volker Bengl erntete „Bravo“-Rufe bei „Dein ist mein ganzes Herz“ von Franz Lehar. Bei einem Potpourri aus „Melodien der Herzen“, wiegten die Sänger im Takt zum Gesang und das Publikum klatschte mit. Die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt mit dem letzten offiziellen Programmteil, der nach Spanien führte. „Eviva Espana“, so ließen alle Interpreten die iberische Halbinsel hochleben, bevor Petra Angele und Chorsprecher Josef Wöstmann allen Beteiligten dankten. Das Publikum mochte sich ungern trennen. Die Musiker offensichtlich auch nicht und so erwiderten Volker Bengl, Chöre und Hornquartett mit vier Zugaben den tosenden Applaus. In den kommende Wochen wird eine DVD des Konzertes produziert, die über die Firma Cramer erhältlich ist.

 

Die Eintrittsgelder und Spenden dienen einem guten Zweck, wie Dr. Achim Brandenburg verkündete. Die Paul Craemer GmbH werde den Betrag auf 20.000 Euro aufrunden und der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ spenden, zugunsten notleidender Kinder in Afrika.

 

„So eine perfekte Organisation wie hier, das habe ich noch nie erlebt“ würdigte Startenor Volker Bengl die Veranstalter. Die große Chorgemeinschaft habe mit viel Volumen einen tollen Klang erzeugt. Hans-Joachim Brandenburg (+2006) hatte Bengl erstmals im Jahr 2000 für ein Konzert mit dem Craemer-Chor gewonnen. Es folgten Auftritte in den Jahren 2003, 2009 und 2012. „Mir ist hier ein so außergewöhnlich herzlicher Menschenschlag begegnet, mit offensichtlicher Freude am Singen, dass ich gern wiedergekommen bin“, hatte der vielgefragte Sänger schon im Jahr 2009 gesagt. Seine aktuellen Terminplanungen reichen bis ins kommende Jahr. Zum 100-jährigen Geburtstag von seinem Vorbild Rudolf Schock, dessen einziger Schüler Volker Bengl war, habe er sich für 2015 sehr viel vorgenommen.

 

Der Craemer-Chor zählt 45 Mitglieder vom Lehrlings- bis zum Rentenalter aus aktiven und ehemaligen Mitarbeitern aller Betriebsbereiche. Seit seiner Gründung steht der Chor unter der Leitung des Musiklehrers und Kirchenmusikers Norbert Henzel, dem es im Lauf der Jahre gelungen ist, einen homogenen Klangkörper zu formen, dessen Repertoire vom klassischen Volkslied über Oper, Operette und Musical bis zur Filmmusik reicht. Dazu wird regelmäßig einmal pro Woche geprobt, vor Konzerten intensiver, so der inzwischen über 80-jährige Norbert Henzel. Schirmherr Achim Brandenburg zollte ihm und den Sängern großen Respekt für ihre Leistung. Der Craemer-Chor zählt zur Firmenkultur und bereichert darüber hinaus das kulturelle Gemeindeleben in Herzebrock-Clarholz.