02.07.2015

Von Kopf bis Fuß: Bei Craemer ist alles gesund

Multitasking am PC-Fahrsimulator: (v.l.) Matthias Nickel von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall mit Testperson Timo Schwee, Craemer-Mitarbeiter im Prototypenbau. (Foto: Craemer)

Balance halten auf dem Pedalo: (v.l.) Dr. Vasilios Lepentsiotis von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall mit Walter Diethelm, Craemer-Sicherheitsfachkraft und Mitarbeiter in der Metallfertigung. (Foto: Craemer)

„Gesund von Kopf bis Fuß“ – unter diesem Motto stand der achte Gesundheitstag bei der Paul Craemer GmbH, Spezialist für Metallumformung, Kunststoffverarbeitung und Werkzeugbau. Herzscreening, Balance-Check, Kurzanalyse der Bewegungsergonomie, Vermessung der Wirbelsäule, Koordinations- und Multitaskingtests sowie diverse Blutuntersuchungen standen einen Tag lang für die rund 560 Craemeraner im Angebot. Das Programm im Gemeinschaftshaus hatte wie im Vorjahr ein Craemer-Team gestaltet, in Kooperation mit der AOK Gesundheitskasse, Barmer GEK, Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) und der Herzebrocker Familienpraxis Veit Malalla (Craemer Betriebsarzt).

 

Die Folgen von Multitasking konnten die Testpersonen am PC-Fahrsimulator der BGHM erleben. Bei einer simulierten Autofahrt auf einer dreispurigen Straße galt es, mehrmals die Spur zu wechseln, während Matthias Nickel (Öffentlichkeitsarbeit) mit Gesprächen und Zusatzaufgaben ablenkte. Dabei wurden Herzfrequenz und Fahrergebnis der Testperson gemessen. „Der Puls steigt bei Ablenkung deutlich und die Abweichung von der zu befahrenden Spur ist größer“, erläuterte der Fachmann die Ergebnisse. „Die gleichzeitige Bearbeitung von zwei oder mehr Aufgaben kann zu psychischer Fehlbeanspruchung, Fehlern und Unfällen führen.“ Neben Multitasking war bei der BGHM gutes Koordinationsvermögen gefragt. Die Balancefähigkeit auf instabilen, runden Plattformen, sogenannten Pedalos, gab Aufschluss über die individuelle Körperstabilität.

 

Um das seelische Gleichgewicht ging es beim Balance-Check der BEK. Die Beraterin für Firmengesundheit, Ursula Horsthemke, überprüfte anhand der Herzfrequenz die individuelle Stressbelastung und Entspannungsfähigkeit. Dreidimensionale, farbige Herzportraits der Teilnehmer erstellte Dennis Dreimann, Geschäftsführer der Trigus UG in Paderborn beim Cardio-Scan. Beim Vergleich des Bildes mit dem Modell eines idealen Herzens wurden Abweichungen sofort sichtbar. „Dieser Check ersetzt nicht die ärztliche Untersuchung, sondern gibt erste praktische Empfehlungen zu Lebensstilfaktoren“, so Dreimann.

 

Strahlenfreie Vermessung der Wirbelsäule

Beim Angebot der AOK drehte sich alles um die richtige Körperhaltung. Physiotherapeut Klaus Köbel aus Rheden erfasste die Beweglichkeit der Wirbelsäule mit der MediMouse, einem handlichen, computergestützten Messgerät. Das individuelle Bewegungsverhalten der Produktionsmitarbeiter nahmen Diplom-Sportwissenschaftler Martin Brummelte und Sportlehrerin Liesel Hartmann unter die Lupe. Sie deckten individuelle Fehlbeanspruchungen von Wirbelsäule, Muskeln und Gelenken an den Arbeitsplätzen auf und gaben Tipps für eine verbesserte Haltung.

 

Die Blutzucker-, Cholesterin-, Leber- und Nierenwerte prüften Dr. Rashad und Veit Malalla mit Bree Foss von der Familienpraxis Malalla. Dazu nahmen sie Blut ab und maßen Puls und Blutdruck. Informationsstände der beiden Kassen und der Berufsgenossenschaft rundeten das Angebot ab. „Wir hatten auch in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches Programm und eine rege Teilnahme“, freut sich Christina Füchtenhans, Personalreferentin und Mitglied im siebenköpfigen Organisationsteam, zu dem außerdem der Betriebsratsvorsitzende Ralf Timmer, Sicherheitsfachkraft Walter Diethelm, Personalleiter Bernhard Goldbeck, Stephan Börger aus der Metallfertigung, Herbert Pülke aus dem Werkzeugbau und Betriebsarzt Veit Malalla gehören.