Craemer investiert 14 Millionen Euro am Stammsitz

Für ihre Treue zu Craemer ausgezeichnet: die neuen Goldjubilare Ludwig Paschedag (6.v.l.) und Christian Düpjohann (7.v.l.) und 18 Silberjubilare mit Dr. Achim Brandenburg (1.v.r.) und dem Betriebsratsvorsitzenden Ralf Timmer (1.v.l.). (Foto: Craemer)

Die Craemer-Gruppe, Spezialist für Metallumformung, Kunststoffverarbeitung, Werkzeugbau mit rund 200 Millionen Euro Gesamtleistung in 2014, beschäftigt heute rund 690 Mitarbeiter. 500 sind im Stammwerk in Herzebrock-Clarholz tätig, 127 in der Slowakei, 54 in England und fünf in Frankreich. 336 wurden seit Gründung des Unternehmens in 1912 für ihre 25-jähre Betriebszugehörigkeit ausgezeichnet, davon 57 für 40 und drei für stolze 50 Jahre. Jetzt galt es die Neuzugänge zu ehren: zwei Gold- und 18 Silberjubilare. An der Feierstunde nahmen rund 145 Arbeitsjubilare mit Vertretern der Geschäftsführung und des Betriebsrats im firmeneigenen Gemeinschaftshaus teil.

Im Mittelpunkt der aktuellen Jubilarehrung standen zunächst die Goldjubilare Christian Düpjohann und Ludwig Paschedag. Beide kamen vor 40 Jahren zu Craemer, um den Beruf des Werkzeugmechanikers zu erlernen. Nach ihrer Ausbildung fertigen beide Männer Werkzeuge zur Metallumformung und wechselten später in das Magazin beziehungsweise in die Werkzeugausgabe. Während Düpjohann diese Tätigkeit bis heute ausübt, ging Paschedag in die Werkzeugherstellung zurück.

 

Dann galt alle Aufmerksamkeit den neuen Silberjubilaren. „Sie kamen in einem sehr geschichtsträchtigen Jahr zu Craemer“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Achim Brandenburg und verwies auf die Ereignisse in 1990 und den Fall der Mauer. „Mit der Wiedervereinigung kamen auch neue Mitarbeiter aus Ostdeutschland und Osteuropa zu uns, zehn von ihnen ehren wir heute für ihre 25-jährige Betriebszugehörigkeit.“

 

„Craemer hat sich in den vergangenen Jahren hervorragend entwickelt, das ist nicht zuletzt der Verdienst all unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so der Firmenchef weiter. In seiner Ansprache blickte er auf das vergangene und das laufende Geschäftsjahr. „Sichtbare Zeichen eines gesunden Unternehmenswachstums“ habe man in 2014 gesetzt. An beiden ausländischen Produktionsstandorten in der Slowakei und in England seien neue Bauten und Maschinen zur Erweiterung der Fertigungskapazitäten errichtet beziehungsweise in Betrieb genommen worden. „Mit dem Start in das neue Jahr und dem Verlauf der ersten Monate sind wir sehr zufrieden, und das in allen Geschäftsbereichen“, sagte Brandenburg. Am Standort Herzebrock werde Craemer unter anderem in Hallenerweiterungen von insgesamt 5.500 Quadratmetern für das Kunststoffgeschäft investieren. Die Gesamt-Investitionssumme 2015 belaufe sich auf rund 14 Millionen Euro.

 

Der Unternehmenschef dankte den neuen Jubilaren für ihre treue Mitarbeit, verlieh ihnen die Nadeln aus Edelmetall und übergab die Urkunden der Industrie- und Handelskammer. Alle 20 erhielten einen Scheck, für die Silbernadelträger gab es zudem eine Armbanduhr. Die Glückwünsche der Belegschaft übermittelte der Betriebsratsvorsitzende Ralf Timmer. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Craemer-Chor unter der Leitung von Christiane Peters.

 

Seit 1990 sind dabei: Manuela Linke und Marita Kleinegreber (Raumpflege), Heiko Beckord und Carsten Timmer (Werkzeugbau), Heinz Göries (Fertigung Kunststoff), Michael Hausdorf (Konstruktion Metall), Thomas Schwabe (Versandlager Metall), Dietmar Specht (Einkauf und Pilot des Craemer-Heißluftballons), aus der ehemaligen UdSSR die Zwillingsbrüder Alexander und Jakob Kornelsen (beide Montage Kunststoff), der Maschinenführer Kornelius Derksen (Fertigung Metall), Jakob Derksen, Johann Görzen und Jakob Martens (Fertigung Kunststoff), aus der ehemaligen DDR Andreas Rüger (Versandlager Kunststoff) und Volker Schulz (Fertigung Metall), aus dem einstigen Oberschlesien Andreas Juny und der Schichtführer Heinrich Schneider (Fertigung Kunststoff).